Wieder zurück in Kummerland

Seit heute Mittag bin ich nun wieder daheim in Kummerland und seit meinem letzten Artikel hatte ich keine Möglichkeit mehr ins Internet zu kommen.

Hier der Urlaub mal im Schnelldurchlauf:

Abflug am 23.08.09 von Frankfurt via Barain nach Bangkok bei thailand-flug-discount für 499 € mit Gulfair gebucht. Ankunft in Bangkok am 24.08.09 um ca. 8.00 ich blieb diesen Tag in Bangkok.

welcome thailand

Ab dem 25.08.09 war ich dann in Pattaya, gewohnt habe ich im Klein Heidelberg in Naklua für 800 Baht die Nacht, war in Ordnung. Den ersten Abend hab ich verpennt, am zweiten war ich mal an der Didibar an der ich mich mit dem Prinzregent traf. In Naklua Soi 18 bin ich zufällig noch auf die Kakadu Bar gestoßen in der man sehr gut essen kann, absolut empfehlenswert. Am 29. August Aufbruch nach At Samat, Roi Et eine Woche Dorfleben und ab dem 5. September noch für einen Tag in Bangkok. Am schlechtesten gegessen hab ich übrigens im Baiyoke das International Dinner Buffet. Am 6. September um 20.00 war dann der Heimflug angesagt.

Mittlerweile wurde hier jetzt mehr als 1000 mal kommentiert und Ben hat letzte Woche den 1000. Kommentar geschrieben, dafür überlege ich mir noch was ;)

Chinesisches Neujahr in Nakom Phanom Teil 2

Der 25. Januar begann ein bißchen später als gewohnt, denn im Vergleich zu At Samat ist die Freizeitbeschäftiung Nummer 1 hier nicht Kampfhähne zu züchten. Dem entsprechent wurde ich nicht wie gewohnt vom täglichen Hahnenkrähen, beginnend ab 4.30 geweckt. Ich trank noch Kaffee und danach wurde zum Arbeitshaus in Nakon Phanom aufgebrochen.

hühnerHier liefen die Vorbereitungen für das Chinesisches Neujahr schon auf vollen Touren. Es wurden so ca. 10 bis 12 Enten und Hühner geschlachtet und alle waren mit dem rupfen beschäftigt. Im schlachten von Hühnern und Enten stehen die Thais dem Judentum und dem Islam in nichts nach. Die Tiere werden am Hals gerupft, einer hält es fest, der andere schneidet eine Halsschlagader durch und fängt das Blut in einer Schüssel auf. War heute nicht mein Fall ich bin erstmal in eines der Restaurants der Familie und habe gegessen, übrigens bezahlen musste ich nie.

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Chinesisches Neujahr in Nakom Phanom Teil 1

Will mal was über meinen Thailandtrip im Januar 2009 schreiben und zwar über die drei Tage Nakom Phanom.

nakon phanom 1

Angefangen hat es damit das mich mein Tirak schon monatelang belabert hat, einen Teil ihrer Familie in Nakom Phanom zu besuchen. Eigentlich bin ich ja vorsichtig wenns um Verwandschaft im Issan besuchen geht, durch die Aussage „Everything free, they rich“ hab ich mich dann breitschlagen lassen, war aber allerdings noch skeptisch. Wir beschlossen daraufhin zum Chinesischen Neujahr am 26. Januar hinzufahren, da dieser Teil der Familie Thaichinesen sind und da auch Zeit haben. Thaichinesen und rich bzw. reich, da ist schon was dran, über das sollte ich auch mal einen Beitrag schreiben. Die Abgebrühtheit, Gelassenheit und Spontanität der Thais, der Arbeitswille, die Sparsamkeit und Anspruchslosigkeit von den Chinesen eine gefährliche intersannte Mischung, der meiner Meinung nach die (nicht nur) Thais unterlegen sind.

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Mal ein paar Bilder und nur noch 19 Tage

Nachdem ich gestern per Mail mal wieder einen Link zu privaten Bilder zugeschickt bekam, hab ich mich entschlossen hier auch mal ein paar, eigentlich private Bilder zu veröffentlichen. Die Menschen auf den Bildern kenne ich alle sehr gut, intressiert vielleicht nicht viele aber es spiegelt jedoch wie ich finde wieder, dass ich nur in Pattaya oder sonst wo Party mache.

Aufgenommen in Roi Et, in einem Dorf bei At Samat.

Roi Et – Savannakhet, eine einzige Katastrophe

Als ich mal wieder in Roi Et (in unserem Dorf bei At Samat) war und ein Visarun anstand, dachte ich mir warum mit dem Bus fahren wo doch der Bruder meiner Freundin ein Auto hat. Also sprach ich meine Freundin darauf an, dass sie ihn mal fragen möchte. Er erklärte sich damit einverstanden und am nächsten Tag sollte die Tour starten.

Als er am morgen kam, konnte er leider doch nicht fahren da er keinen Führerschein hat. Weil es eine weite Fahrt ist hat er Schiss bekommen, aber kein Problem ein Ersatzfahrer mit „Driverlizens“ war schnell organisiert. Außerdem wollte der Vater meiner Freundin noch mit (irgendwelche Verwanden besuchen) und auch unser Nachbar (weil er wenig Geld hat kann er sich so einen kostenlosen Ausflug natürlich nicht entgehen lassen, denke aber er ist froh wenn er von Frau seiner Frau wegkommt), mit meiner Freundin und mir waren wir also zu sechst.

Wer denkt jetzt gehts los hat sich getäuscht die Herren haben sich zum Frühstück erstmal zwei Fläschchen Lao Kao genehmigt, der Fahrer trank am meisten dann fuhren wir endlich los. Als erstes fuhren wir nach Selaphum zu einer Tankstelle, war ja klar ich bezahlte einmal volltanken. Da die Reifen „Slicks“ waren und unser „Driver“ nicht mit ihnen fahren kann (Sicherheit geht vor in Thailand!) spendierte ich zur Feier des Tages noch zwei nagelneue Bridgestonereifen (700,- Baht mit Montage).

Danach dachte ich die Fahrt ist gleich zu Ende, denn in Selaphum war irgendein Umzug von der Schule und die Hauptdurchfahrtsstraße war gesperrt mit jeder Menge Polizei. Die Umleitung und die Polizei ignorierte unser „leicht angetrunkener“ Fahrer und fuhr in den abgesperrten Bereich, er hielt aber erst nach mehrmaligen Pfeifens des Polizeibeamten an. Der Polizist erklärte ihm dann das er hier nicht durchfahren kann und die Umleitung benutzen soll, unseren Fahrer intressierte das anscheinend nicht. Als der Polizist weg ging versuchte er seine Fahrt fort zusetzen. Aber nur kurz der Polizist stoppte ihn wieder, jetzt war Schluss mit Lustig, er musste gleich austeigen und mitkommen (ich dachte der kommt nicht wieder). Aber fünf Minuten später kam er wieder zurück und wir fuhren weiter, diesmal die Umleitung.

Da sich jeder perfekt auskannte brauchten wir auch keine richtigen Straßen benutzen, stattdessen fuhren wir auf diesen holprigen, roten Sandwegen und durch die ständige Schüttlerei hat sich dann das Schaltgestänge vom Getriebe gelöst, was zur Folge hatte das er nur noch mit dem dritten Gang fahren konnte. Das geht natürlich nicht also gings zu einer Werkstatt, es wurde auch noch ein Teil davon verloren, dadurch dauerte die Reperatur eineinhalb Stunden. Zu meinen Erstaunen wurde ich nicht zur Kasse gebeten, das zahlten sie selber waren so um die drei bis vierhundert Baht.

Schließlich kamen wir um die Mittagszeit in Mukdahan an, als nächstes brauchte ich Geld (ich hatte zu dieser Zeit zwei Kreditkarten, ein Visa mit Pin an der ich an jedem ATM Geld ziehen konnte und ein Master allerdings ohne Pin mit der konnte ich mir mit dem Reispass Geld auszahlen lassen), die Visa war am Limit. Also versuchte ich in mehreren Banken mit meiner Masterkarte Geld abzuheben, jedoch ohne Erfolg. Da stand ich nun mit zwei bis dreihundert Baht in der Tasche, mir blieb also nichts anders übrig als meine Thaifreundin anzupumben. Wir räumten ihr Konto ab und Sie lieh mir anstandlos „30000 Baht“!

So jetzt können wir nach Savannakhet durchstarten dachte ich, stattdessen fuhren wir zum Busbahnhof. Ich fragte was jetzt wieder ist und bekam zur Antwort, dass das Auto keinen „Passport“ hat und man damit nicht nach Laos ausreisen kann. Jetzt besorgten wir ein Visa für meine Freundin, denn die Thais müssen zuerst ein Visa haben bevor sie ein Ticket kaufen können. Dann kauften wir zwei Tickets Mukdahan, Savannakhet hin und zurück. Der Vater meiner Freundin bekam noch 500 Baht um für alle etwas zum Essen zu kaufen, zum Glück denn zuvor hatte ich noch Bedenken das die ganze Bande mit uns nach Savannakhet fährt.

Endlich saß ich im Bus nach Savannakhet, als einziger Farang mit ca. 47 Thais. Am thailändischen Übergang kein Porblem Immigratoinskarte raus aus dem Pass und zum laotischen Übergang. Alle 46 Thais (meine Freundin hat brav auf mich gewartet) zeigten ihr Visa und durften rüber gehen, ich bekam einen Visaantrag zwei oder drei Seiten den ich erstmal ausfüllen musste. Ich füllte meinen Visaantrag aus, gab ihn ab und bekam mein Visa in den Pass gestempelt. Das hat nicht mal lange gedauert, aber zu lange für den Busfahrer, denn der Bus war weg. Die einzige Möglichkeit wegzukommen war so ein Typ, schätze mal „Tuk Tuk Maffia“, er sagte für die zwei Kilometer 900 Baht an und lies sich noch auf 800 Baht runterhandeln. Mittlerweile könnte so eine Situation gefährlich für mich werden, aber damals beschimpfte ich ihn nur auf Englisch und Deutsch (hat er nicht verstanden), gefahren bin ich natürlich nicht mit ihm. Nach ca. fünfzehn Minuten kam ein Tuk Tuk angefahren, der Fahrer war bereit mich für 100 Baht nach Savannakhet und wieder zurück zur Grenze zu bringen.

In Savannakhet fuhren wir zu einem großen Markt, wir gingen rein und der Fahrer wollte im Tuk Tuk warten. Wir sind ein bißchen drinnen rumspaziert, dann wollte ich Zigaretten kaufen. Die Marke kannte ich nicht, aber ich rauchte eine zur Probe und empfand sie als nicht schlecht. Die Stange kostete 60 Baht, da hab ich auch nicht mehr gehandelt. Ich wollte eigentlich zwei Stangen kaufen, eine für mich und eine zum hergeben, billigere Marke, 45 Baht. Aber meine Freundin meinte „kauf doch gleich fünf“, ich äußerte noch Bedenken wegen der Einfuhr nach Thailand aber Sie sagte nur „no pombem“. Wir gingen wieder aus der Markthalle raus, anderer Ausgang und wollten noch etwas trinken und zurückfahren. Als wir gerade die Straße überquerten fuhr unser Tuk Tuk vorbei und der Fahrer schrie uns hinterher damit er gleich wiederkommt. Wir gingen was trinken, ca. halbe Stunde und wieder zurück zum Eingang des Marktes, das Tuk Tuk war natürlich nicht da. Nach fünf Minuten orderten wir dann ein anderes Tuk Tuk das uns wieder zurück bringen sollte.

Da mich nicht auskannte wunderte ich mich erst nach ca. einer viertel Stunde darüber, dass die Brücke über die wir gekommen sind sich immer weiter von uns entfernte. Ich weiß nicht was der Fahrer vor hatte aber als ich mit der Polizei drohte, fuhr er zurück in die Stadt. In der Stadt stiegen dann noch Leute zu und er fuhr wieder nicht zur Brücke. Als wir an einer Busstation vorbei kamen fordeten wir ihn auf anzuhalten, er wollte dann sein Geld haben und ich drohte wieder mit der Polizei, schimpfent fuhr er dann weiter bekommen hat er nichts von mir.

Wir sind zur Bustation und haben uns ein Ticket zurück nach Mukdahan gekauft. An der Grenze machte uns der laotische Zöllner erstmal darauf aufmerksam, dass man nach Thailand nur eine Stange Zigaretten pro Person einführen kann und damit sein thailändischer Kollege das gar nicht gerne sieht. Er bot uns an das mit den Zigaretten für uns zu erledigen und ich willigte ein. Die Zigaretten wurden mit Zeitung umwickelt und er maschierte damit auf die Thailändische Seite und gab sie dem Busfahrer, für das hab ich ihm 50 Baht gegeben (vor uns war noch ein Mönch mit vielen Stangen Zigaretten, den hat keiner darauf angesprochen!). Meine Freundin schickte ich diesmal vor in den Bus (nicht das mir der wieder vor der Nase wegfährt) während ich meine Immigratoinskarte ausfüllte.

Die Zigaretten lagen auf meinem Platz als ich als letzter wieder in den Bus kam. Neben der Bustation in Mukdahan wartete unser Anhang und alle waren gut drauf, denn die 500 Baht wurden in Leo und Lao Kao investiert. Drei Stunden später bin gut und ohne weitere Zwischenfälle bzw. Unfälle (der Fahrer hat wieder tief ins Glaß geschaut) in Roi Et angekommen. Das war einer der schlimmsten Tage die ich bis jetzt in LOS erlebt habe.

(c) Jokkel