Barmädchen und Bierbaralltag

bierbarschreinHier kommt die Fortsetzung von „Die England Australien Mittlerer Osten Connection, Streng geheim!„, dass letzte mal bin ich stehen geblieben als sich die kleinen Biester in der Bar eingefunden haben und die Arbeit meistens aus dumm rumstehen besteht.

Wie überall in Thailand sind auch an der Bierbar Geister allgegenwärtig, damit es mit den Geistern zu keinen Konflikten kommt gibt es in jeder Bar einen „Schrein“ und es muss alltäglich ein Ritual mit Räucherstäbchen, Opfergaben und beten vollzogen werden, nicht auszudenken was passiert wenn es mal vergessen werden sollte!

Habe in meinen Artikel „Was ist eigentlich eine Bierbar“ schon darüber geschrieben das eine Bierbar offen ist, nennen wir es mal einen „Tresen mit Dach“ und da in Thailand alles was nicht Niet- und Nagelfest ist innert kürzester Zeit einen neuen Eigentümer hat, muss jeden Morgen wenn die Bar schließt das ganze Inventar eingeschlossen bzw. angekettet werden und nachdem die Geister besänftigt sind wird das ganze Zeugs wieder ausgepackt und hergerichtet.

Danach muss ein wenig bedient und sich um die Gäste gekümmert werden. Außerdem darf keinesfalls vergessen werden, über den Abend hinweg mehrere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Gerade habe ich versucht in meinen Bildern ein Bild von einem essenden Mädel zu finden, konnte aber komischerweise keines finden, stattdessen hab ich ein anderes endeckt, auf dem die Überlegenheit der Bierbarmädels gegenüber dem Farang mal wieder eindeutig bewiesen wird.

trottel-verliert-beim-vier-gewinntIch habe mal versucht die Situation auf dem Bild, beim „Vier Gewinnt“ verständlicher zu machen. Unser Augenmerk gilt nicht der jungen Dame im Vordergrund die vom Mopedtaxi gefallen ist und dabei ihre halbe Backe auf der Secondroad verteilt hat, sondern dem Farang im roten Shirt. Wie wir sehen hat er die Farbe grün und ihm scheint es gerade bewusst zu werden das er verloren hat, man beobachte ihren überlegenen Gesichtsausdruck :mrgreen:

So glaube das reicht mal wieder sonst wirds zuviel zum lesen … to be continued… nächstesmal schreib ich dann mal über den Ablauf mit einem Customer :lol:

Die England Australien Mittlerer Osten Connection, Streng geheim!

Neulich in meinem Bierbar Artikel habe ich diese „armen Dinger“ schon mal angesprochen und will ich nochmal ein bißchen darüber schreiben aber Achtung hier herrscht Ironie :wink:

So ein Barmädchenleben besteht natürlich nicht nur aus Sanuk, wie von mir in einem Kommentar behauptet wurde, sondern kann teilweise richtig stressig sein. Da ist es gut das die Thaimädels wahre Meister im Multitasking sind, so kann eine Thai zusätzlich zu jeder Tätigkeit die Sie im Moment ausübt noch zeitgleich Essen und telefonieren.

Der Tag beginnt erstmal mit Morgens aufstehen Nachmittags wach werden und Körperhygiene, danach folgt das erstemal das wohl wichtigste für Thais „Essen“.

Dann muss sich um die Sponsoren bzw. Boyfriends gekümmert werden und hier beginnt der Stress den die Mädels haben. In jedem Customer, Kunden sehen die Mädels in erster Linie $ € Geld und Sie arbeiten mit allen Tricks und werden nichts unversucht lassen um möglichst viel Kohle zu scheffeln, deshalb wird jedem die große Liebe vorgespielt :roll: Mit der Zeit sammeln sich dann einige dieser Geldquellen an und dann wirds kompliziert, damit das Lügengerüst nicht zusammen bricht wird teilweise penibel Buch darüber geführt was jedem erzählt wurde. Es ist keine Seltenheit das die Mädels drei, vier oder gar noch mehr potenzielle „Opfer“ haben die nach Strich und Faden ausgenommen werden, dem Ideenreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt und hierbei gilt je abwägiger die Idee desto besser die Erfolgsaussichten. Das geht vom Wasserbüffel bei dem die Zapfwelle repariert werden muss bis hin zur Schwiegermutter die kein Geld für Ihre Geschlechtsumwandlung hat. Um mal auf die Überschrift zu kommen, die Opfer verteilen sich quer über den Globus und kommen aus allen Gesellschaftsschichten, hauptsache es sind ein paar Baht zu holen und wenn mal zwei gleichzeitig dieser Kunden vor Ort sind wird sich kurzerhand für den entschieden von dem mehr Geld kommt.

Wenn die Anrufe, SMS-, und E-Mailschreiberei erledigt ist darf das Essen nicht vergessen werden, denn um auf 10 Mahlzeiten am Tag zu kommen darf keine Gelegenheit zum Essen ausgelassen werden.

Wenn sie sich man sich dann langsam am Arbeitsplatz, der Bierbar eingefunden haben wird natürlich wie sollte es anders sein gegessen und sich darüber amüsiert wie doof doch Farangs sind.

Hier habe ich noch ein Video in dem man beobachten kann, das die Arbeit hauptsächlich aus dumm rumstehen besteht.

…to be continued…Fortsetzung folgt… :mrgreen:

Was ist eigentlich eine Bierbar?

Jeder der einmal in Thailand Urlaub macht wird wohl nicht daran vorbei kommen und mal in einer Bierbar landen, allein in Pattaya soll es an die 10000 Bierbars geben. Eine Bierbar ist meist eine offene Bar ca. mit den Dimensionen 5 bis 10 Metern mal 5 bis 10 Metern, außenherum ist eine Theke mit Barhockern, teilweise gibt es auch noch andere Sitzgelegenheiten. Die Preise an einer Bierbar sind relativ günstig z.B. kostet ein Bier so zwischen 50 und 90 Baht (1 bis 2 €uro). An einer Bierbar trifft man die verschiedensten Menschen vom deutschen mitte 40iger Pauschaltouristen Ehepaar, dass diese günstige Reise zum Golf von Siam gebucht hat und dabei unwissend in Gomorrah, äh, Pattaya gelandet ist bis hin zum verwittweten, 83 jährigen Holländer der überglücklich ist weil sich in ihn auf seine alten Tage noch ein 19 jähriges Barmädchen unsterblich verliebt hat.

Aber was ist eigentlich ein Bargirl bzw. Barmädchen? Bargirls sind die Bedienungen an den Bierbars deren Aufgabe z.B. darin Gäste in die Bar zu locken und dafür wird ausschließlich die Anrede „Hey sexy man“ verwendet, dabei spielt es keine Rolle ob ein David Beckham Verschnitt oder ein übergewichtiger mit verfaulten Zähnen vorbei läuft. Ein andere Aufgabe der Bargirls ist dann die Gäste in der Bar zu halten, da es mit dem Englisch der Mädels nicht soweit her ist wird zur Unterhaltung auf diverse Spiele wie Vier gewinnt, Jenga oder Würfeln zurückgegriffen. Die Mädchen verdienen an der Bar sehr wenig, ca. zwischen 3000 und 5500 Baht (70 bis 110 €uro), deswegen wird von ihnen keine Gelegenheit ausgelassen etwas dazu zu verdienen. Das wird dann teilweise beim spielen versucht oder sie stauben einem ein paar Baht ab um sich was zum Essen zu kaufen und sie möchten einen Ladydrink haben. Ein Ladydrink ist natürlich teurer als ein normales Getränk ca. 120 bis 140 Baht (2 bis 3 €uro) von dem die Mädels an den meisten Bars allerdings nur 20 Baht bekommen, deswegen gebe ich auch nie Ladydrinks aus. Jetzt möchte ich noch die lukrativste Nebeneinnahme der Bargirls erwähnen, die Prostitution, dabei verdienen die Girls 500 bis 1500 Baht am Tag (10 bis 30 €uro), wenn sie einen Kunden haben. Prostitution steht noch mit dem Wort „Barfine“ oder „Auslöse“ in Zusammenhang steht, das ist der Betrag den der Gast für den Arbeitsausfall an die Bar zu zahlen hat wenn er ein Mädchen mitnimmt, so zwischen 200 und 500 Baht (4 bis 10 €uro) pro Tag.

Ganz schlimm, die alten Knacker mit den jungen Mädels

Hin und wieder schaue mal in Reiseblogs vorbei, so wie diesen:
Auszeit – Meine Asienreise 2008
Jedenfalls scheint dies eine junge Frau zu sein, die alleine in Asien unterwegs ist und obwohl ich eigentlich nicht dazu neige Menschen in Schubladen zu stecken, fällt Sie für mich Eindeutig in die Kategorie „Backpacker“. Diese Rucksacktouristen sind auf jedenfall ein Volk für sich und wenn ich zuvor raten hätte müssen, was diese Frau im Bezug auf Bierbars von sich gibt, wäre meine Antwort wohl gar nicht soweit weg von folgendem Zitat.

Zitat:

Hier hats überall Kneipen, in denen europäische Männer sitzen und sich mit aufgedonnerten asiatischen Mädels “amüsieren”. Ganz schlimm. Ob das Prostitution ist oder nur zur Unterhaltung der Männer (und um natürlich mehr Umsatz fuer die Bar zu bekommen), weiss ich nicht. Aber ich finds trotzdem ganz tragisch zu zu sehen, wie ein älterer Mann eine junge hübsche Asiatin abschmust.

Quelle und der komplette Beitrag:
http://causzeit.wordpress.com

Ich finds auch ganz schlimm, aber Prostitution ist es nicht (ist ja in Thailand verboten). Selbstverständlich dient das ganze wirklich nur dazu, der Bar mehr Umsatz zu verschaffen, wenn die Bar schließt schickt das Mädel den alten Europäer nach Hause. Wäre ja auch unlogisch, wenn man eine feste Anstellung mit 5000 Baht hat und sich in ein paar Stunden mal einen Tausender oder noch mehr dazu verdienen kann. Von der eventuell späteren Entwicklung mal ganz zu schweigen, z.B. die Familie von ihr würde doch auf jedenfall sagen, such dir einen Freund aus Thailand in deinem Alter und nicht einen alten Farang.

So siehts aus meine Herren, schade das ich noch keinen Appalaussmlilie habe, also dann von mir schriftlich eine Runde Applaus für diese tolle Aussage und für den Blog den ich eigentlich ganz gut finde.