Barmädchen und Bierbaralltag

bierbarschreinHier kommt die Fortsetzung von „Die England Australien Mittlerer Osten Connection, Streng geheim!„, dass letzte mal bin ich stehen geblieben als sich die kleinen Biester in der Bar eingefunden haben und die Arbeit meistens aus dumm rumstehen besteht.

Wie überall in Thailand sind auch an der Bierbar Geister allgegenwärtig, damit es mit den Geistern zu keinen Konflikten kommt gibt es in jeder Bar einen „Schrein“ und es muss alltäglich ein Ritual mit Räucherstäbchen, Opfergaben und beten vollzogen werden, nicht auszudenken was passiert wenn es mal vergessen werden sollte!

Habe in meinen Artikel „Was ist eigentlich eine Bierbar“ schon darüber geschrieben das eine Bierbar offen ist, nennen wir es mal einen „Tresen mit Dach“ und da in Thailand alles was nicht Niet- und Nagelfest ist innert kürzester Zeit einen neuen Eigentümer hat, muss jeden Morgen wenn die Bar schließt das ganze Inventar eingeschlossen bzw. angekettet werden und nachdem die Geister besänftigt sind wird das ganze Zeugs wieder ausgepackt und hergerichtet.

Danach muss ein wenig bedient und sich um die Gäste gekümmert werden. Außerdem darf keinesfalls vergessen werden, über den Abend hinweg mehrere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Gerade habe ich versucht in meinen Bildern ein Bild von einem essenden Mädel zu finden, konnte aber komischerweise keines finden, stattdessen hab ich ein anderes endeckt, auf dem die Überlegenheit der Bierbarmädels gegenüber dem Farang mal wieder eindeutig bewiesen wird.

trottel-verliert-beim-vier-gewinntIch habe mal versucht die Situation auf dem Bild, beim „Vier Gewinnt“ verständlicher zu machen. Unser Augenmerk gilt nicht der jungen Dame im Vordergrund die vom Mopedtaxi gefallen ist und dabei ihre halbe Backe auf der Secondroad verteilt hat, sondern dem Farang im roten Shirt. Wie wir sehen hat er die Farbe grün und ihm scheint es gerade bewusst zu werden das er verloren hat, man beobachte ihren überlegenen Gesichtsausdruck :mrgreen:

So glaube das reicht mal wieder sonst wirds zuviel zum lesen … to be continued… nächstesmal schreib ich dann mal über den Ablauf mit einem Customer :lol:

Thailand und zurück in unter zwei Tagen

Nachdem ich bei Ben in den Kommentaren erwähnt habe das ich noch ein offenes Rückflugticket hatte, will ich hier mal von meinem kürzesten Thailandtripp erzählen.

Im Januar 2006 an einem Samstag Morgen um ca. 6.00 Uhr morgens brach ich zum Flughafen Frankfurt auf, gebucht war mit der Turkmenistan Airline. Der Flug sollte ca. um 15.00 starten aber die T5 hatte wie üblicherweise wieder ein paar Stunden Verspätung und um ca. 20.00 Uhr war dann Boarding. Am Sonntag um ca. 14.00 Uhr schlug ich dann endlich mit leichter Verspätung in Bangkok auf, von da mit dem Taxi nach Pattaya, wo ich dann am späten Nachmittag in meinem Hotel einquecken konnte. Danach duschen, umziehen und erstmal in die Soi Honey ins Big Horn Steakhouse um was zu essen (dort gibts die besten Steaks finde ich) so nun schnellsten auf zur Soi 6 :mrgreen: Ist natürlich nur Spass, ich bin nach dem Essen zur Didibar damals noch in der Soi 7, jetzt in der Pattaya Klang aufgebrochen und um ca. 23.00 bekam ich einen Anruf von zuhause, ein Todesfall zwang mich sofort nach Hause zurück zu kehren :sad: Mal so ein Tipp nebenbei, Reiserücktrittsversicherung hat man ja normalerweise und die springt bei einer solchen Sache auch ein, aber wisst ihr auch wie hoch die Deckungsumme bei Reiseabbruch ist? :???: Bei mir waren das 1500 € , die sind schnell aufgebraucht und ganz besonders schnell wenn man die Versicherung organsieren lässt! Die wollten mir tatsächlich Weiß machen, der einzige freie Flug die nächsten Tage wäre mit der KML, Business Class nach Amsterdam für über 1800 €uro Onway :lol: Ich habe darauf hin dankend abgelehnt und mir nur die Kostenübernahme zusichern lassen. Danach habe ich selbst bei Thai Airways angerufen und für den nächsten Flug nach München angefragt, mittlerweile weit nach Mitternacht, Thai Airways versichterte mir das sie genügend Plätze frei hätten und ich könnte am nächsten Tag ein Ticket am Flughafen kaufen. Ich organsierte mir noch ein Taxi für Montag Morgen um 9.00 Uhr nach Bangkok und bin dann nochmal zurück zur Bar, da ich dort zuvor schon einiges getrunken habe und Didi hatte das dringende Bedürfniss hatte mir auf den Schock Kirschgeist auszugeben bin ich da noch bis in den frühen Morgen hängengeblieben. Als ich zurück zum meinen Hotel kam befand ich, dass schlafen jetzt sich auch nicht mehr rentiert. Könnte noch viel mehr schreiben z.B. über Hamburger Hauke einen sehr bekannten Member aus der lustigen Welt der Thaiforen oder über den Anfang einer traurigen Geschichte die in diesem Blog schon zu lesen war aber ich denke das intressiert keinen. Jedenfalls das wirklich einzige Positive an meinem Hotel in Naklua war, dass die Hotelbar 24 Stunden geöffnet hatte und so habe ich nachdem ich zurückgekommen bin erstmal Kaffee getrunken. Später ging ich zurück aufs Zimmer, packte meine Sachen wieder zusammen und ging bevor das Taxi kam noch frühstücken. Um ca. 11.00 Uhr war ich dann wieder am Flughafen in Bangkok, am Thai Airways Schalter kaufte ich meine Tickets um die 550 €uro rum und um 13.00 gings pünktlich weg. Um ca. 20.00 Uhr war ich in München, habe ich mir von Europcar ein Auto geliehen und am Montag Abend um 22.00 Uhr war ich wieder zuhause. Das traurige war einerseits der Todesfall und andererseits das ich bei der Hochzeit meines besten Freundes bei der ich nicht dabei sein konnte und wegen dem ich eigentlich die Reise machte, aber sieben Tage später saß ich wieder im Flieger nach Bangkok und diesemal nicht für zwei Wochen sondern für zwei Monate :razz: Übrigens der ADAC die Rücktrittsversicherung hat mir alle meine Auslagen Taxi zum Flughafen, Flug und Mietwagen zu einem sehr guten Kurs zurückgezahlt.

PS: Fast vergessen so kam es dazu das ich noch ein Ticket übrig hatte :lol:

Die England Australien Mittlerer Osten Connection, Streng geheim!

Neulich in meinem Bierbar Artikel habe ich diese „armen Dinger“ schon mal angesprochen und will ich nochmal ein bißchen darüber schreiben aber Achtung hier herrscht Ironie :wink:

So ein Barmädchenleben besteht natürlich nicht nur aus Sanuk, wie von mir in einem Kommentar behauptet wurde, sondern kann teilweise richtig stressig sein. Da ist es gut das die Thaimädels wahre Meister im Multitasking sind, so kann eine Thai zusätzlich zu jeder Tätigkeit die Sie im Moment ausübt noch zeitgleich Essen und telefonieren.

Der Tag beginnt erstmal mit Morgens aufstehen Nachmittags wach werden und Körperhygiene, danach folgt das erstemal das wohl wichtigste für Thais „Essen“.

Dann muss sich um die Sponsoren bzw. Boyfriends gekümmert werden und hier beginnt der Stress den die Mädels haben. In jedem Customer, Kunden sehen die Mädels in erster Linie $ € Geld und Sie arbeiten mit allen Tricks und werden nichts unversucht lassen um möglichst viel Kohle zu scheffeln, deshalb wird jedem die große Liebe vorgespielt :roll: Mit der Zeit sammeln sich dann einige dieser Geldquellen an und dann wirds kompliziert, damit das Lügengerüst nicht zusammen bricht wird teilweise penibel Buch darüber geführt was jedem erzählt wurde. Es ist keine Seltenheit das die Mädels drei, vier oder gar noch mehr potenzielle „Opfer“ haben die nach Strich und Faden ausgenommen werden, dem Ideenreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt und hierbei gilt je abwägiger die Idee desto besser die Erfolgsaussichten. Das geht vom Wasserbüffel bei dem die Zapfwelle repariert werden muss bis hin zur Schwiegermutter die kein Geld für Ihre Geschlechtsumwandlung hat. Um mal auf die Überschrift zu kommen, die Opfer verteilen sich quer über den Globus und kommen aus allen Gesellschaftsschichten, hauptsache es sind ein paar Baht zu holen und wenn mal zwei gleichzeitig dieser Kunden vor Ort sind wird sich kurzerhand für den entschieden von dem mehr Geld kommt.

Wenn die Anrufe, SMS-, und E-Mailschreiberei erledigt ist darf das Essen nicht vergessen werden, denn um auf 10 Mahlzeiten am Tag zu kommen darf keine Gelegenheit zum Essen ausgelassen werden.

Wenn sie sich man sich dann langsam am Arbeitsplatz, der Bierbar eingefunden haben wird natürlich wie sollte es anders sein gegessen und sich darüber amüsiert wie doof doch Farangs sind.

Hier habe ich noch ein Video in dem man beobachten kann, das die Arbeit hauptsächlich aus dumm rumstehen besteht.

…to be continued…Fortsetzung folgt… :mrgreen:

Was ist eigentlich eine Bierbar?

Jeder der einmal in Thailand Urlaub macht wird wohl nicht daran vorbei kommen und mal in einer Bierbar landen, allein in Pattaya soll es an die 10000 Bierbars geben. Eine Bierbar ist meist eine offene Bar ca. mit den Dimensionen 5 bis 10 Metern mal 5 bis 10 Metern, außenherum ist eine Theke mit Barhockern, teilweise gibt es auch noch andere Sitzgelegenheiten. Die Preise an einer Bierbar sind relativ günstig z.B. kostet ein Bier so zwischen 50 und 90 Baht (1 bis 2 €uro). An einer Bierbar trifft man die verschiedensten Menschen vom deutschen mitte 40iger Pauschaltouristen Ehepaar, dass diese günstige Reise zum Golf von Siam gebucht hat und dabei unwissend in Gomorrah, äh, Pattaya gelandet ist bis hin zum verwittweten, 83 jährigen Holländer der überglücklich ist weil sich in ihn auf seine alten Tage noch ein 19 jähriges Barmädchen unsterblich verliebt hat.

Aber was ist eigentlich ein Bargirl bzw. Barmädchen? Bargirls sind die Bedienungen an den Bierbars deren Aufgabe z.B. darin Gäste in die Bar zu locken und dafür wird ausschließlich die Anrede „Hey sexy man“ verwendet, dabei spielt es keine Rolle ob ein David Beckham Verschnitt oder ein übergewichtiger mit verfaulten Zähnen vorbei läuft. Ein andere Aufgabe der Bargirls ist dann die Gäste in der Bar zu halten, da es mit dem Englisch der Mädels nicht soweit her ist wird zur Unterhaltung auf diverse Spiele wie Vier gewinnt, Jenga oder Würfeln zurückgegriffen. Die Mädchen verdienen an der Bar sehr wenig, ca. zwischen 3000 und 5500 Baht (70 bis 110 €uro), deswegen wird von ihnen keine Gelegenheit ausgelassen etwas dazu zu verdienen. Das wird dann teilweise beim spielen versucht oder sie stauben einem ein paar Baht ab um sich was zum Essen zu kaufen und sie möchten einen Ladydrink haben. Ein Ladydrink ist natürlich teurer als ein normales Getränk ca. 120 bis 140 Baht (2 bis 3 €uro) von dem die Mädels an den meisten Bars allerdings nur 20 Baht bekommen, deswegen gebe ich auch nie Ladydrinks aus. Jetzt möchte ich noch die lukrativste Nebeneinnahme der Bargirls erwähnen, die Prostitution, dabei verdienen die Girls 500 bis 1500 Baht am Tag (10 bis 30 €uro), wenn sie einen Kunden haben. Prostitution steht noch mit dem Wort „Barfine“ oder „Auslöse“ in Zusammenhang steht, das ist der Betrag den der Gast für den Arbeitsausfall an die Bar zu zahlen hat wenn er ein Mädchen mitnimmt, so zwischen 200 und 500 Baht (4 bis 10 €uro) pro Tag.

Über ein Barmädchen

Da ja über Bargirls soviel schlechtes geschrieben wird, möchte mal was aus dem Leben von einem Bargirl, die ich gut kenne berichten.
Ich nenne Sie fiktiv „Noi“, Noi hatte sich von Ihrem Thaimann getrennt und hatte zwei Kinder. Dann ging Sie nach Pattaya und arbeitete ein Jahr an der Bar, wo Sie einen Deutschen kennen lernte der mit Ihr einen auf große Liebe machte. Gevögelt wurde natürlich ohne Gummi und Noi wurde schwanger, als Sie Ihrem Boyfriend davon berichtete (sein Urlaub war bereits vorbei und er wieder zurück in Deutschland) brach er jeglichen Kontakt zu Ihr ab und Sie lies daraufhin das Kind abtreiben.
Ein Jahr später kam er wieder nach Thailand, aber natürlich kontaktierte er zuvor Noi um zu sagen wie Leid Ihm alles tut und wie sehr er es bereut. Noi glaubte Ihm und verbrachte wieder die zwei oder drei Wochen mit Ihm, als der Urlaub zu Ende war wollte er, damit Noi das arbeiten an der Bar aufhört und heiraten. Noi stoppte den Job an der Bar und ging zurück nach Hause, von Ihm wollte Sie 6000 Baht im Monat, dass erste Geld bekam Noi als er nach Hause flog. Als es Zeit für die erste Überweisung wurde brach er wieder den Kontakt zu Ihr ab und Noi musste wieder zurück an die Bar.
Leider ergeht es vielen Mädels so oder so ähnlich und weil Thais ein bisschen eingleisig denken, lügen halt alle Farangs.

Hinzugefügt am 14.07.2015

Leider muss ich gestehen das mir an dieser Stelle langsam das Mitleid für Sie ausgeht.

Das Jahr darauf kam Deutsche wieder nach Thailand und wie solltes anders sein, Noi traf sich wieder mit Ihm. Wurde wieder schwanger und lies das Kind auf seinem Wunsch nicht diesmal nicht abtreiben und ging zurück im Issan. Unterhalt gabs natürlich nicht und der Typ brach den Kontakt ab. Um das Kind kümmert sich Ihre Mutter und jetzt schafft Sie wieder in Pattaya an.

Dr. Gad Labudda

Im Februar 2006 lernte ich an einer Bar in Pattaya einen ältern Herrn kennen, mit dem ich mich den ganzen Abend unterhielt. Als er ging schenkte mir er noch ein Buch von sich, sein Name war Dr. Günter Manfred Gad Labudda. Leider ist er in Thailand am 10. Juni 2006 mit 63 Jahren verstorben, weil er keine Blutkonserve in seiner Blutgruppe bekam.

Hier der Nachruf von http://der-farang.com

Das Buch habe ich erst zuhause gelesen und mittlerweile habe ich einige seiner Bücher gelesen, mir gefallen die Geschichten und der Schreibstil. Früher war er viel im SEA Forum (später wurde es das Siamtraveller Forum) aktiv, in dem es jede Menge seiner Geschichten zu lesen gab. Leider ist das Board nicht mehr online. Seine Bücher kann man evtl. noch über Johann Schumacher beziehen, in Thailand waren sie in jeder Buchhandlung zu bekommen.

Geschichten von Gad findet man vereinzelt noch in verschieden Foren.

Überarbeitet am 31.01.2018

Erstesmal Thailand

Nach meiner ersten Thailandreise habe ich einen Reisebericht geschrieben. Denen, die sich das mal reinziehen wollen viel Spass.

Das erstemal Thailand

Der Flug

Los gehen sollte am 8. Januar Flug von Frankfurt mit Turmenistan Airline um 15.00 Uhr (Ticket 460,00 Euro über http://www.schroeders.de/ gebucht). Um 12.00 Uhr waren wir im Frankfurter Flughafen am Check In, drei bis vier Leute vor uns um 13.00 hatten wir eingecheckt und nebenbei noch erfahren das sich der Start auf 19.00 Uhr verschiebt, von der Airline gabs einen 10 €uro Gutschein gültig am Frankfurter Flughafen.

Also erst mal was Essen, auf ins Mc Doof erster Gutschein weg. Dann ein wenig durch den Flughafen gelaufen, einmal Ausichtsplattform Scheißwetter also wieder rein, zum Terminal 2 und ins Bistro wird so gegen 15.00 Uhr gewesen sein. Um 18.00 Uhr waren wir nach etlichen Bierchen (pro Nase über 30,00 Euro) dann gut drauf. Noch schnell im Duty Free eine 30er Kiste Zigarren gekauft und je ein Liter hochprozentiges. Nochmal kurz warten dann endlich Boarding.

Mehr über „Erstesmal Thailand“ Lesen

Roi Et – Savannakhet, eine einzige Katastrophe

Als ich mal wieder in Roi Et (in unserem Dorf bei At Samat) war und ein Visarun anstand, dachte ich mir warum mit dem Bus fahren wo doch der Bruder meiner Freundin ein Auto hat. Also sprach ich meine Freundin darauf an, dass sie ihn mal fragen möchte. Er erklärte sich damit einverstanden und am nächsten Tag sollte die Tour starten.

Als er am morgen kam, konnte er leider doch nicht fahren da er keinen Führerschein hat. Weil es eine weite Fahrt ist hat er Schiss bekommen, aber kein Problem ein Ersatzfahrer mit „Driverlizens“ war schnell organisiert. Außerdem wollte der Vater meiner Freundin noch mit (irgendwelche Verwanden besuchen) und auch unser Nachbar (weil er wenig Geld hat kann er sich so einen kostenlosen Ausflug natürlich nicht entgehen lassen, denke aber er ist froh wenn er von Frau seiner Frau wegkommt), mit meiner Freundin und mir waren wir also zu sechst.

Wer denkt jetzt gehts los hat sich getäuscht die Herren haben sich zum Frühstück erstmal zwei Fläschchen Lao Kao genehmigt, der Fahrer trank am meisten dann fuhren wir endlich los. Als erstes fuhren wir nach Selaphum zu einer Tankstelle, war ja klar ich bezahlte einmal volltanken. Da die Reifen „Slicks“ waren und unser „Driver“ nicht mit ihnen fahren kann (Sicherheit geht vor in Thailand!) spendierte ich zur Feier des Tages noch zwei nagelneue Bridgestonereifen (700,- Baht mit Montage).

Danach dachte ich die Fahrt ist gleich zu Ende, denn in Selaphum war irgendein Umzug von der Schule und die Hauptdurchfahrtsstraße war gesperrt mit jeder Menge Polizei. Die Umleitung und die Polizei ignorierte unser „leicht angetrunkener“ Fahrer und fuhr in den abgesperrten Bereich, er hielt aber erst nach mehrmaligen Pfeifens des Polizeibeamten an. Der Polizist erklärte ihm dann das er hier nicht durchfahren kann und die Umleitung benutzen soll, unseren Fahrer intressierte das anscheinend nicht. Als der Polizist weg ging versuchte er seine Fahrt fort zusetzen. Aber nur kurz der Polizist stoppte ihn wieder, jetzt war Schluss mit Lustig, er musste gleich austeigen und mitkommen (ich dachte der kommt nicht wieder). Aber fünf Minuten später kam er wieder zurück und wir fuhren weiter, diesmal die Umleitung.

Da sich jeder perfekt auskannte brauchten wir auch keine richtigen Straßen benutzen, stattdessen fuhren wir auf diesen holprigen, roten Sandwegen und durch die ständige Schüttlerei hat sich dann das Schaltgestänge vom Getriebe gelöst, was zur Folge hatte das er nur noch mit dem dritten Gang fahren konnte. Das geht natürlich nicht also gings zu einer Werkstatt, es wurde auch noch ein Teil davon verloren, dadurch dauerte die Reperatur eineinhalb Stunden. Zu meinen Erstaunen wurde ich nicht zur Kasse gebeten, das zahlten sie selber waren so um die drei bis vierhundert Baht.

Schließlich kamen wir um die Mittagszeit in Mukdahan an, als nächstes brauchte ich Geld (ich hatte zu dieser Zeit zwei Kreditkarten, ein Visa mit Pin an der ich an jedem ATM Geld ziehen konnte und ein Master allerdings ohne Pin mit der konnte ich mir mit dem Reispass Geld auszahlen lassen), die Visa war am Limit. Also versuchte ich in mehreren Banken mit meiner Masterkarte Geld abzuheben, jedoch ohne Erfolg. Da stand ich nun mit zwei bis dreihundert Baht in der Tasche, mir blieb also nichts anders übrig als meine Thaifreundin anzupumben. Wir räumten ihr Konto ab und Sie lieh mir anstandlos „30000 Baht“!

So jetzt können wir nach Savannakhet durchstarten dachte ich, stattdessen fuhren wir zum Busbahnhof. Ich fragte was jetzt wieder ist und bekam zur Antwort, dass das Auto keinen „Passport“ hat und man damit nicht nach Laos ausreisen kann. Jetzt besorgten wir ein Visa für meine Freundin, denn die Thais müssen zuerst ein Visa haben bevor sie ein Ticket kaufen können. Dann kauften wir zwei Tickets Mukdahan, Savannakhet hin und zurück. Der Vater meiner Freundin bekam noch 500 Baht um für alle etwas zum Essen zu kaufen, zum Glück denn zuvor hatte ich noch Bedenken das die ganze Bande mit uns nach Savannakhet fährt.

Endlich saß ich im Bus nach Savannakhet, als einziger Farang mit ca. 47 Thais. Am thailändischen Übergang kein Porblem Immigratoinskarte raus aus dem Pass und zum laotischen Übergang. Alle 46 Thais (meine Freundin hat brav auf mich gewartet) zeigten ihr Visa und durften rüber gehen, ich bekam einen Visaantrag zwei oder drei Seiten den ich erstmal ausfüllen musste. Ich füllte meinen Visaantrag aus, gab ihn ab und bekam mein Visa in den Pass gestempelt. Das hat nicht mal lange gedauert, aber zu lange für den Busfahrer, denn der Bus war weg. Die einzige Möglichkeit wegzukommen war so ein Typ, schätze mal „Tuk Tuk Maffia“, er sagte für die zwei Kilometer 900 Baht an und lies sich noch auf 800 Baht runterhandeln. Mittlerweile könnte so eine Situation gefährlich für mich werden, aber damals beschimpfte ich ihn nur auf Englisch und Deutsch (hat er nicht verstanden), gefahren bin ich natürlich nicht mit ihm. Nach ca. fünfzehn Minuten kam ein Tuk Tuk angefahren, der Fahrer war bereit mich für 100 Baht nach Savannakhet und wieder zurück zur Grenze zu bringen.

In Savannakhet fuhren wir zu einem großen Markt, wir gingen rein und der Fahrer wollte im Tuk Tuk warten. Wir sind ein bißchen drinnen rumspaziert, dann wollte ich Zigaretten kaufen. Die Marke kannte ich nicht, aber ich rauchte eine zur Probe und empfand sie als nicht schlecht. Die Stange kostete 60 Baht, da hab ich auch nicht mehr gehandelt. Ich wollte eigentlich zwei Stangen kaufen, eine für mich und eine zum hergeben, billigere Marke, 45 Baht. Aber meine Freundin meinte „kauf doch gleich fünf“, ich äußerte noch Bedenken wegen der Einfuhr nach Thailand aber Sie sagte nur „no pombem“. Wir gingen wieder aus der Markthalle raus, anderer Ausgang und wollten noch etwas trinken und zurückfahren. Als wir gerade die Straße überquerten fuhr unser Tuk Tuk vorbei und der Fahrer schrie uns hinterher damit er gleich wiederkommt. Wir gingen was trinken, ca. halbe Stunde und wieder zurück zum Eingang des Marktes, das Tuk Tuk war natürlich nicht da. Nach fünf Minuten orderten wir dann ein anderes Tuk Tuk das uns wieder zurück bringen sollte.

Da mich nicht auskannte wunderte ich mich erst nach ca. einer viertel Stunde darüber, dass die Brücke über die wir gekommen sind sich immer weiter von uns entfernte. Ich weiß nicht was der Fahrer vor hatte aber als ich mit der Polizei drohte, fuhr er zurück in die Stadt. In der Stadt stiegen dann noch Leute zu und er fuhr wieder nicht zur Brücke. Als wir an einer Busstation vorbei kamen fordeten wir ihn auf anzuhalten, er wollte dann sein Geld haben und ich drohte wieder mit der Polizei, schimpfent fuhr er dann weiter bekommen hat er nichts von mir.

Wir sind zur Bustation und haben uns ein Ticket zurück nach Mukdahan gekauft. An der Grenze machte uns der laotische Zöllner erstmal darauf aufmerksam, dass man nach Thailand nur eine Stange Zigaretten pro Person einführen kann und damit sein thailändischer Kollege das gar nicht gerne sieht. Er bot uns an das mit den Zigaretten für uns zu erledigen und ich willigte ein. Die Zigaretten wurden mit Zeitung umwickelt und er maschierte damit auf die Thailändische Seite und gab sie dem Busfahrer, für das hab ich ihm 50 Baht gegeben (vor uns war noch ein Mönch mit vielen Stangen Zigaretten, den hat keiner darauf angesprochen!). Meine Freundin schickte ich diesmal vor in den Bus (nicht das mir der wieder vor der Nase wegfährt) während ich meine Immigratoinskarte ausfüllte.

Die Zigaretten lagen auf meinem Platz als ich als letzter wieder in den Bus kam. Neben der Bustation in Mukdahan wartete unser Anhang und alle waren gut drauf, denn die 500 Baht wurden in Leo und Lao Kao investiert. Drei Stunden später bin gut und ohne weitere Zwischenfälle bzw. Unfälle (der Fahrer hat wieder tief ins Glaß geschaut) in Roi Et angekommen. Das war einer der schlimmsten Tage die ich bis jetzt in LOS erlebt habe.

(c) Jokkel

Oom, eine Liebesgeschichte

Mathias hat Mata kennen gelernt und chattet seit einiger Zeit täglich mit Ihr. Sie ist dabei immer in einem kleinen, günstigen Internetcaffee in Ram Khan Haen (BKK). Da ich mit Mathias gut befreundet bin besuche ich Ihn auch ab und an. Den ersten Kontakt mit Oom hatte ich im Mai 2005, als ich Mathias wieder einmal besuchte. Mathias war mal wieder mit Mata am chatten und Oom saß hinter Mata, die sich hin und wieder umdrehte und zu uns in die Cam sah. Der Kontakt kam dann so zutande das Oom die nächsten Tage hin und wieder zu Mata an die Cam kam und Hallo sagte.

Ca. eine Woche später als ich daheim am PC saß schickte mir Mathias Ooms E-Mailadresse zum adden, was ich dann auch tat. Der MSN lief nebenher und ich wechselte mit Oom in drei Stunden keine 10 Worte. Das ging dann ein paar Tage so Oom versuchte immer wieder mit mir ins Gespräch zu kommen, aber ich wimmelte Sie immer ab, mit, ich hab jetzt keine Zeit und manchmal schaltete ich einfach ab. Irgendwie hatte ich kein richtiges Interesse an Ihr wegen des Alters, Sie war 33 und damit ein Jahr älter als ich.

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