Raketen bzw. Rocket Festival

Wieder was spektakuläres aus Thailand

Zu erzählen gibst nicht viel, habe im Dorf jemanden getroffen der mir unbedingt was zeigen wollte. Ich sah wie zwei Mann mit einer Bohrmaschine so ein blaues Wasserleitungsrohr bearbeiteten und ein anderer schnitzte an einer Bambusstange. Da mein Thai noch nicht so gut ist, verstand ich nur was von vielen Menschen, Raketen und viel, viel Spass.

Ich sah Ihnen ein wenig zu und ging wieder nach Hause. Zuhause fragte ich meine Freundin was es mit diesen Raketen auf sich hat, Sie sagte auch nur das werde ich morgen sehen. Am nächsten Tag vormittags saß ich draußen als es mich fast vom Stuhl gehauen hätte.

Ich hatte mal im Fernsehen gesehen wie von einem Schiff aus Pershingraketen abgefeuert wurden, das war etwa damit zu vergleichen was da abging. Für die Thais gehts bei diesem Event neben Essen und Saufen hauptsächlich, wie sollte es anders sein, ums wetten.

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Gegrillte Ratte schmeckt lecker

Da ich es schon öfter gelesen habe, dass in Thailand Ratte gegessen wird, kam mir die Idee auch mal Ratte zu probieren. Nachdem ich ein paarmal nachgefragt habe, hat man mir eine besorgt (50 Baht), natürlich lebendig im Käfig.

Erst sollte Ka Pau davon gemacht werden, da die Ratte mit den Knochen klein gehackt wird war ich davon nicht begeistert, also entschied ich mich für Barbeque. Das erste Problem bestand darin die Ratte aus dem Käfig zu bekommen, denn soblad man sich dem Käfig näherte, fing die Ratte an zu schreien und versuchte anzugreifen. Mit einem Lappen um die Hand gewickelt griff jemand in den Käfig, packte die Ratte an Schultern und Hals und drückte zu bis Sie nicht schrie und sich nicht mehr rührte.

Dann wurde die Ratte in die glühenden Kohlen gelegt und das Fell angesenkt, stinkt und qualmt wie die Pest. Danach wurde die Haut am Bauch aufgerissen und man konnte Ihr das Fell problemlos abziehen. Ausgenommen wurde Sie auch nur teilweise. Lunge, Leber und Herz war noch drin, die Füße und der Kopf sind abgehackt worden. Dann wurde Sie gewürzt und gegrillt. Das Fleisch ist ungefähr so wie Hähnchen und schmeckt auch so ähnlich.

Der Hahnenkampf

Hahnenkämpfe sind in Thailand sehr verbreitet, doch bisher hatte ich noch nie was darüber gelesen. Ich war bis jetzt zweimal bei so einem Ereignis, einmal bei einem kleineren am Dorf und nochmal bei einem größeren in der Nähe von Maha Salakam, wo es im Vergleich zum Dorf eine richtige große Arena mit über hundert Plätzen gab, sowie cirka fünfzehn kleinere. So ein Event dauert den ganzen Tag bis in die Nacht und es gibt da auch jede Menge zum Essen und Trinken.

Die Kämpfe laufen folgendermaßen ab, den Hähnen wird der gefährliche Sporn am Fuß abgeklebt, sonst würden die Kämpfe nicht lange dauern. Sie werden dann kurz mit den Füßen in Wasser gehalten, bevor Sie aufeinander loslässt. Wenn der Kampf beginnt stellen Sie Ihre Halsfedern auf und beginnen sich zu attakieren, wenn einer der Hähne aufgibt, dass heißt vor dem anderen wegrennt ist der Kampf zu Ende, wenn der Kampf über die angesetzten Runden geht und keiner der beiden Hähne aufgibt ist das Ergebniss unentschieden.

Ein Kampf besteht aus mehreren Runden, eine Runde dauert zwanzig Minuten und zwischen den Runden sind zwanzig Minuten Pause, am Dorf wurden die Kämpfe mit fünf Runden angesetzt in Maha Salakam mit acht Runden, der Kampf könnte dann fünf Stunden dauern.

Wenn die erste Runde zu Ende ist, sind schon die ersten Reparaturen und Tunning fällig, zugeschwollene Augen werden mit Nadel und Faden so vernäht damit der Hahn wieder sehen kann, bei ausgehackten Augen werden die Augenlieder zusammengenäht damit die Wunde verschlossen. Auch am Kopf wird eine Ader geöffnet und Blut herausgedrückt oder mit dem Mund herausgesaugt damit der Hahn keinen Druck im Kopf hat. Dann bekommt er einen Coktail aus verschieden Aufputschmitteln und wird mit Klebereis und Gurke gefüttert. Danach wird er noch mit einem feuchten Tuch, dass auf einer heißen Eisenplatte warm gemacht abgerieben. Am meisten benutzt wird eine Feder mit der dem Tier immer wieder der Rachen gereingigt wird. Wenn der Hahn den Schnabel nicht mehr wie zu Beginn des Kampfes einsetzt muss er mit Faden stabilisiert werden, er wird aber nicht genäht sondern wird am Kamm festgebunden.

Der Ablauf wiederhohlt sich dann immer wieder bis der Kampf zu Ende ist. Wenn man das zwei bis drei Runden beobachtet hat würde es langweilig werden, wenn man aber selber mit wettet kann die Beigeisterung der Thais nachvollziehen. Ich meine wenn man die Möglichkeit hat so etwas mal anzusehen sollte man dass tun.