Die Thailändische Nationalhymne

Die thailändische Nationalhymne kennt jeder Thai aber nicht vielen Thai ist bekannt, dass die Hymne von einem Deutschen Komponisten komponiert wurde. Peter Feit bzw. Piti Waityakarn (1883-1968), Sohn eines deutschen Emigranten aus Trier und einer thailändischen Mutter komponierte die Hymne 1932. Im Jahr 1934 wurde zum erstenmal für eine neue Nationalhymne ausgeschrieben, bei der aber Pyotr Schurovsky mit „Phleng San Soen Phra Barami“ angenommen wurde. 1939 als der Name Thailands von Siam in Thailand geändert wurde, wurde wiederholt ausgeschrieben und diesmal bekam Feit mit „Phleng Chat“ den Zuschlag, seitdem wird die Hymne zweimal täglich im Fernsehen und Radio gespielt, die vorhergerige Nationalhymne ist jetzt die thailändische Königshymne.

Altes Wissen gilt auch noch für heute

Wer hat sich denn schon mal in der Retrobibliothek im Meyers Konversationslexikon den Eintrag über Siam durchgelesen? Ganz intessant und lustig, einige Stellen habe ich mal zitiert.

Meyers Konversationslexikon Siam 1

Meyers Konversationslexikon Siam 2

„ausgedehnte Teakwaldungen liefern vortreffliches Schiffbauholz“

Das trifft wohl nicht mehr so ganz zu.

„Von wilden Tieren gibt es Königstiger, Nashörner, Bären, Affen, Hirsche, Krokodile“

Trifft wohl auch nicht mehr ganz zu, obwohl Affen habe ich schon gesehen.

„Als eifrige Buddhisten töten die Siamesen kein Tier.“

Das stimmt auch heute noch. Sie töten ja Tiere nur um sie zu Essen, kranke Tiere zum Beispiel, lassen Sie verenden.

„Die Siamesen sind von hellbrauner Hautfarbe, klein, kurz im Knochenbau, mit starkem Kopf, muskelarm infolge des ausschließlichen Genusses von Reis, Obst und Fischen, träge infolge des heißen Klimas, ungebildet und stumpfsinnig durch jahrhundertelange Knechtung unter einer despotischen Regierung.“

Das ist auch irgendwie heute noch so.

„Die Kleidung der Siamesen besteht aus Baumwollgewändern; die Füße bleiben nackt, außer bei Wohlhabenden, welche Sandalen tragen. Vornehme tragen einen Sonnenschirm, die übrigen einen breiten Hut aus Palmblättern.“

Auch ganz lustig finde ich, jetzt tragen alle Flip-Flops und vor der Sonne fürchten Sie sich auch.

„Vielweiberei ist unter den Wohlhabenden allgemein. In den gesellschaftlichen Verhältnissen herrscht größte Ungleichheit.“

Stimmt auch.

Quelle: http://www.retrobibliothek.de, Meyers Konversationslexikon, Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892.